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<title>Stephan II. (Papst)</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Stephan II. (Papst)</span></h1>
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<p><b>Stephan II. (III.)</b> († <a href="26._April" title="26. April">26. April</a> <a href="757" title="757">757</a>) war <a href="Papst" title="Papst">Papst</a> von 752 bis 757.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Frühes_Leben"><span id="Fr.C3.BChes_Leben"></span>Frühes Leben</h3></div>
<p>Der einem Adelsgeschlecht entstammende Stephan wurde bereits früh <a href="Waise" title="Waise">Waise</a>. Er wurde im <a href="Lateran" title="Lateran">Lateran</a> aufgezogen. Papst <a href="Zacharias_(Papst)" title="Zacharias (Papst)">Zacharias</a> ernannte ihn und seinen jüngeren Bruder Paulus, den späteren Papst <a href="Paul_I._(Papst)" title="Paul I. (Papst)">Paul I.</a>, zu <a href="Diakon" title="Diakon">Diakonen</a>. Sie waren auf der <a href="Synode_von_Estinnes" title="Synode von Estinnes">Synode von 743</a> anwesend und zeichneten stellvertretend für Zacharias die Akten der Synode gegen.
</p><p>Nach dem Tod seines weihelosen Vorgängers <a href="Stephan_(II.)" title="Stephan (II.)">Stephan (II.)</a><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ende März 752, vier Tage nach dessen Wahl zum Papst, wurde Stephan am 26.&nbsp;März in <a href="S._Maria_Maggiore" class="mw-redirect" title="S. Maria Maggiore">S. Maria Maggiore</a> zum neuen Papst bestimmt. Da Stephan (II.) starb, ohne die Weihen erhalten zu haben, wurde dessen gleichnamiger Nachfolger als Stephan II. in die Pontifikatslisten eingetragen. Im wissenschaftlichen Bereich wird er als <i>Stephan II. (III.)</i>, veraltet auch <i>Stephan III. (II.)</i>, gezählt; Analoges gilt für spätere Päpste gleichen Namens.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pontifikat">Pontifikat</h3></div>
<p>Stephans Pontifikat stand zunächst auf schwachen Füßen, denn Rom wurde wiederholt von den <a href="Langobarden" title="Langobarden">Langobarden</a> unter König <a href="Aistulf" title="Aistulf">Aistulf</a> bedroht, der kurz zuvor <a href="Ravenna" title="Ravenna">Ravenna</a> erobert hatte. Stephan handelte zwar mit Aistulf einen 40-jährigen Waffenstillstand aus, doch entpuppte sich dieser als wirkungslos, da Aistulf Rom als sein Eigentum ansah und von jedem Einwohner hohe Steuern verlangte. Selbst eine Delegation unter Stephans Bruder Paul, der Aistulf aufforderte, die eroberten Gebiete aufzugeben, blieb ungehört. Als selbst ein Hilfegesuch an <a href="Konstantin_V._(Byzanz)" title="Konstantin V. (Byzanz)">Konstantin V.</a> keine Wirkung erzielte, wandte sich Stephan an den Frankenkönig <a href="Pippin_der_J%C3%BCngere" title="Pippin der Jüngere">Pippin</a> und bat um ein Treffen auf <a href="Fr%C3%A4nkisches_Reich" title="Fränkisches Reich">fränkischem</a> Gebiet.
</p><p>Pippin entsandte zum Schutz des Papstes <a href="Chrodegang" title="Chrodegang">Chrodegang</a>, den Bischof von <a href="Bistum_Metz" title="Bistum Metz">Metz</a>, sowie dessen Schwager Autchar nach Rom. Stephan brach mit dieser Delegation am 14.&nbsp;Oktober 753 in Rom auf. In <a href="Pavia" title="Pavia">Pavia</a> legte der Zug eine Zwischenstation ein und Stephan bat Aistulf dort erneut und erfolglos, Roms Ländereien zurückzugeben. Am 15.&nbsp;November setzte der Papst seine Reise fort und überquerte am <a href="Grosser_St._Bernhard" title="Grosser St. Bernhard">Großen St. Bernhard</a> als erster Papst die <a href="Alpen" title="Alpen">Alpen</a>.
</p>

<p>Stephan und Pippin trafen am 6.&nbsp;Januar 754 bei <a href="Ponthion" title="Ponthion">Ponthion</a> aufeinander. Dort warf der Papst sich Pippin in Büßerkleidern zu Füßen und bat ihn, dem Volk von Rom im Kampf gegen die Langobarden beizustehen. Bis zum 14. April verhandelten Stephan und Pippin, unter anderem in <a href="K%C3%B6nigspfalz_Quierzy" title="Königspfalz Quierzy">Quierzy</a> und <a href="Laon" title="Laon">Laon</a>. Pippin und seine Söhne verpflichteten sich zur Sicherung Roms und einiger weiterer Gebiete und bestätigten diese als Eigentum des Heiligen <a href="Simon_Petrus" title="Simon Petrus">Petrus</a>. In Anlehnung an die <a href="Konstantinische_Schenkung" title="Konstantinische Schenkung">Konstantinische Schenkung</a> wurde der daraus folgende Vertrag <a href="Pippinsche_Schenkung" class="mw-redirect" title="Pippinsche Schenkung">Pippinsche Schenkung</a> genannt. Mit dieser Schenkung wurde der <a href="Kirchenstaat" title="Kirchenstaat">Kirchenstaat</a> begründet, dessen letzter Rest bis heute als <a href="Vatikanstadt" title="Vatikanstadt">Staat der Vatikanstadt</a> fortbesteht. Die Verhandlungen hatten dabei sehr an Stephans Gesundheit gezehrt. So musste er große Teile des Frühlings 754 in der <a href="Basilika_Saint-Denis" class="mw-redirect" title="Basilika Saint-Denis">Abtei Saint-Denis</a> bei <a href="Paris" title="Paris">Paris</a> zubringen.
</p><p>Als Gegenleistung salbte Stephan am 28.&nbsp;Juli 754 den König und seine Familie und verlieh ihm und seinen Nachkommen den Titel <i>„patricius romanorum“</i>. Damit war die Basis für die enge Verbindung des römischen Papsttums mit dem fränkischen Königshaus gelegt. Auf diesem Fundament wurde später das <a href="R%C3%B6misch-deutscher_Kaiser" title="Römisch-deutscher Kaiser">römisch-deutsche Kaiserreich</a> errichtet. Am 25. Dezember 800 krönte <a href="Leo_III._(Papst)" title="Leo III. (Papst)">Leo III.</a> Pippins Sohn, <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karl den Großen</a>, zum römischen <a href="Kaiser" title="Kaiser">Kaiser</a>.
</p><p>Pippin begann nun, seine Verpflichtungen aus dem Vertrag zu erfüllen. Als, wie erwartet, diplomatische Bemühungen bei König Aistulf ungehört blieben, zog er im August 754 gegen die Langobarden zu Felde und siegte. Der erste Friede von <a href="Pavia" title="Pavia">Pavia</a>, den Pippin mit Aistulf aushandelte, sah eine bedingungslose Herausgabe der Ländereien der Kirche an Papst Stephan vor. Für diesen Erfolg wurde der Papst bei seiner Rückkehr nach Rom wie ein Held gefeiert.
</p><p>Als die Franken wieder abgezogen waren, verwüsteten Aistulfs Truppen im Januar 756 die Vorstädte Roms. Stephan bat Pippin erneut um Hilfe. In einer zweiten Schlacht schlug der Franke Aistulf erneut. Im August 756 wurde der zweite Frieden von Pavia ausgehandelt. Der folgende Vertrag wurde etwas strenger formuliert. So mussten Aistulfs Truppen zusätzlich <a href="Comacchio" title="Comacchio">Comacchio</a>, südlich der <a href="Po_(Fluss)" title="Po (Fluss)">Pomündung</a>, räumen.
</p><p>Nach dem erbenlosen Tod Aistulfs im Dezember 756 setzten der Papst und der fränkische König die Thronbesteigung des vormaligen <a href="Dux_(Titel)" title="Dux (Titel)">Dux</a> <a href="Desiderius_(K%C3%B6nig)" title="Desiderius (König)">Desiderius von Tuscien</a> als neuer Herrscher der Langobarden durch, was aber nur kurzfristig zu besseren Beziehungen zwischen Papst und Langobarden führte. Auf Betreiben Stephans schworen die Herzogtümer von <a href="Spoleto" title="Spoleto">Spoleto</a> und <a href="Benevent" class="mw-redirect" title="Benevent">Benevent</a>, einst Verbündete der Langobarden, Pippin die Treue.
</p><p>Stephan ließ zahlreiche römische Kirchen verschönern, mehrere <a href="Hospitium" title="Hospitium">Hospize</a> gründen und schuf aus dem Familiensitz ein Kloster, das er dem heiligen <a href="Dionysius_von_Paris" title="Dionysius von Paris">Dionysius von Paris</a> weihte. Unter ihm wandelte Pippin die <a href="Gallikanische_Liturgie" class="mw-redirect" title="Gallikanische Liturgie">gallikanische</a> in die römische Liturgie um.
</p><p>Stephan starb am 26.&nbsp;April 757. Sein Nachfolger war sein Bruder <a href="Paul_I._(Papst)" title="Paul I. (Papst)">Paul I.</a>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Paolo_Delogu" title="Paolo Delogu">Paolo Delogu</a>:&nbsp;<i>Stefano II.</i> In: Massimo Bray (Hrsg.): <i>Enciclopedia dei Papi.</i> Band 1:&nbsp;<i>Pietro, santo. Anastasio bibliotecario, antipapa.</i> Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 2000, S. 660–665 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.treccani.it/enciclopedia/stefano-ii_(Enciclopedia_dei_Papi)/">treccani.it</a>).</li>
<li>Ekkart Sauser:&nbsp;<i>Stephan II. (III.).</i> In: <i><a href="Biographisch-Bibliographisches_Kirchenlexikon" title="Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon">Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon</a></i> (BBKL). Band 10, Bautz, Herzberg 1995, ISBN 3-88309-062-X, Sp. 1351–1354.</li>
<li><a href="Rudolf_Schieffer" title="Rudolf Schieffer">Rudolf Schieffer</a>: <cite style="font-style:italic">Stephan II</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Lexikon_des_Mittelalters" title="Lexikon des Mittelalters">Lexikon des Mittelalters</a> <i>(LexMA)</i></cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>8</span>. LexMA-Verlag, München 1997, ISBN 3-89659-908-9, <span style="white-space:nowrap">Sp.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>116<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>f</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Stephan+II.+%28Papst%29&amp;rft.atitle=Stephan+II&amp;rft.au=Rudolf+Schieffer&amp;rft.btitle=Lexikon+des+Mittelalters+%28LexMA%29&amp;rft.date=1997&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3896599089&amp;rft.place=M%C3%BCnchen&amp;rft.pub=LexMA-Verlag&amp;rft.volume=8" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Stephanus_III?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Stephan III.</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://cardinals.fiu.edu/bios750.htm#Stefano"><span style="font-style:italic;">Stephan II..</span></a> In: <a href="Salvador_Miranda_(Bibliothekar)" title="Salvador Miranda (Bibliothekar)">Salvador Miranda</a>: <i>The Cardinals of the Holy Roman Church.</i> (Website der <a href="Florida_International_University" title="Florida International University">Florida International University</a>, englisch), abgerufen am 28.&nbsp;Dezember 2011.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Jan Hendrik Stens: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.domradio.de/radio/sendungen/anno-domini/papst-stephan-ii-der-papst-den-es-zweimal-gab"><i>Der Papst, den es zweimal gab: Papst Stephan II.</i></a> In: <i><a href="Domradio" title="Domradio">Domradio.de</a>.</i> 22.&nbsp;März 2019,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 22.&nbsp;März 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AStephan+II.+%28Papst%29&amp;rft.title=Der+Papst%2C+den+es+zweimal+gab%3A+Papst+Stephan+II.&amp;rft.description=Der+Papst%2C+den+es+zweimal+gab%3A+Papst+Stephan+II.&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.domradio.de%2Fradio%2Fsendungen%2Fanno-domini%2Fpapst-stephan-ii-der-papst-den-es-zweimal-gab&amp;rft.creator=Jan+Hendrik+Stens&amp;rft.date=2019-03-22">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol>
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